Donnerstag, 13. Juni 2019

Journalismus a’la Austria: die Präsentation des Digital News Reports Österreich und was österreichische Medienschaffende dazu – nicht – zu sagen hatten.

Es war zwar eine öffentlich wenig bemerkte, aber durchaus bemerkenswerte Veranstaltung, die da an diesem sommerlichen Mittwochabend im gut klimatisierten Pressezentrum der Austria Presse Agentur (APA) vonstattenging. Präsentiert wurden die österreichischen Teilergebnisse des jährlichen Digital News Reports, in 38 Ländern (Europa, Nord-/Südamerika, Asien, Australien) erhoben und ausgewertet vom Reuters Institute for the Study of Journalism (RISJ) in Zusammenarbeit mit der University of Oxford und regionalen Institutionen. Der Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg ist verantwortlich für die österreichische Teilstudie.

Die ausgewählten Ergebnisse und Diagramme aus der aktuellen Studie, die Teamleiter Stefan Gadringer (Uni Salzburg) zunächst präsentierte, enthielten so einiges an Bedenkenswerte. Ein paar Beispiele:

○ nur 39% der Österreicher und Österreicherinnen haben Vertrauen in ihre Nachrichtenquellen (Schnitt weltweit: 42%) – Tendenz fallend
○ 62% lesen hauptsächlich Schlagzeilen
○ meist genutzte Nachrichtenquelle ist nach wie vor das Fernsehen (64,4%) vor gedruckten Zeitungen (53,5%) und Radio (45,5%)
● das Interesse an Nachrichten hat im Vergleich zum Vorjahr bei den politisch in der Mitte Verorteten um 6,2% ab-, bei den Links- oder Rechtsaußen dagegen um 1,9% zugenommen!
● das Vertrauen in die jeweils bevorzugten Nachrichtenquellen nimmt bei den politisch sich selbst rechts Verortenden ZU, bei den Linken dagegen AB
● fast 60% sagen, dass die konsumierten Nachrichten NICHT zum Verständnis von Sachverhalten beitragen

Auf dem Podium traten alsdann vier Medienschaffende und Medienverantwortliche sowie ein Wissenschaftler zusammen, um die soeben präsentierten Trends und Entwicklungen zu diskutieren. Namentlich waren dies Harald Fidler (Ressortleiter Medien des STANDARD), Heinz Lederer (ORF Stiftungsrat), Katharina Schell (Mitglied der Chefredaktion, digitale Innovation, Medienredakteurin, APA), Richard Grasl (Mitglied der Chefredaktion, Kurier) sowie Josef Trappl (Leiter des Fachbereichs Kommunikationswissenschaft, Leiter der Abteilung Medienpolitik und Medienökonomie, Universität Salzburg).

Und was tat die versammelte Medienkompetenz? Sie debattierte gut eine Stunde über Bezahlschranken, Geschäftsmodelle, Klick-Thru-Raten und ob die digitale Ausgabe eines Anwesenden (Standard) demnächst mit einer „intelligenteren“ Bezahlversion herauskommt, als jene eines nicht anwesenden Mitbewerbers (die Presse). Kurzum, es ging nahezu ausschließlich ums Geld.

Nicht, dass Geld unwichtig wäre. Guter und unabhängiger Journalismus braucht eine solide Finanzierung, gar keine Frage. Aber es wäre doch schön gewesen, zu erfahren, was die Verantwortlich mit diesem Geld denn anstellen würden, um zum Beispiel dem zunehmenden Vertrauensverlust entgegenzuwirken. Welche journalistischen, redaktionellen oder herausgeberischen Maßnahmen sind angedacht, damit Nachrichtenkonsumenten wieder vermehrt das Gefühl haben, ihnen würden selbige auch ausreichend erklärt?

Fortbildung für Reporter und Redakteure? Neue, innovative Formate? Mehr Raum für Erläuterungen und Hintergründe? Nichts dergleichen wurde auch nur angeschnitten.

„Letzlich zählt eh nur a guade G’schicht“ (Grasl, Kurier), war im Wesentlichen die einzige Aussage des gesamten Abends, die irgendwie in Richtung journalistischer Inhalte ging. Und sie blieb ebenso unwidersprochen und unerklärt einsam im Raum stehen.

„Sauber recherchieren“, „check und double-check“, „wiss’ma eh ois“, „journalistisches Handwerkszeug“, „ho’ma ja ois gelernt“ – es sind immer die gleichen Selbstein- und Überschätzungen, mit denen sich österreichische Medienaktive auf Diskussions- und Podiumsveranstaltungen wie dieser ihre Welt schönreden.

Es scheint in den heimischen Redaktionen niemanden stutzig zu machen, dass das Vertrauen der benachbarten Deutschen in ihre Medien signifikant höher ist – Deutschland rangiert hier im vorderen, Österreich im hinteren Drittel – und das, obwohl genau im Untersuchungszeitraum das Flaggschiff deutschen Journalismus‘, der SPIEGEL, die größte Medien-Havarie seit den gefälschten Hitlertagebüchern hingelegt hat.

Hier könnte sich der Blick beispielsweise auf die Öffentlich-Rechtlichen richten. Denn – eine der wenigen guten Nachrichten des Reports – der ORF ist nach wie vor stabil in der Mitte der Gesellschaft verortet und hat weiterhin die mit Abstand größte Reichweite. Davon ausgehend, dass dies auch in Deutschland für die Öffentlich-Rechtlichen zutreffen dürfte, könnte hier vielleicht ein Unterschied begründet sein. Denn beim großen Nachbarn gibt es bekanntlich mit ARD und ZDF zwei große, öffentlich-rechtliche Mediensäulen, zählt man die Landesorganisation der ARD, von WDR bis BR, für sich, ist es sogar eine ganze Reihe an nicht-kommerziellen Anstalten, die um Zuseher und Zuhörer rittern. Es gibt also Wettbewerb.

Vielleicht wäre ja hier ein Hebel zu finden
, um Vertrauenswürdigkeit und Erklärfähigkeit auch in Österreich wieder zu verbessern. Und zugleich ließe sich der leidigen (Schein)-Debatte über ORF-„Zwangs“-Gebühren etwas Konstruktives entgegen setzen. Möglicherweise täte Österreich nicht ein anders finanzierter, sondern eine komplett anders strukturierte, öffentlich-rechtliche Medienlandschaft gut?

An besagtem, sommerlichen Mittwochabend ging es zum Thema ORF jedoch lediglich um die Frage, ob ein Kurier oder ein Standard digital Inhalte für bares Geld verkaufen können, wenn es dieselben vermeintlich kostenlos ja vom ORF ohnehin gäbe. Immerhin, die naheliegende Antwort wurde gegeben und sie lautet natürlich: Nein. Es müssten schon andere Inhalte sein, welche die Privaten verkaufen können.

Nur welcher Art diese sein sollen, davon hätte man gerne doch wenigstens ein wenig erfahren. 



Highlights aus dem Digital News Report 2019 in 3 Minuten im Video

Surftipps:
Seite des Digital News Report Österreich http://www.digitalnewsreport.at/
Seite des Digital News Report International http://www.digitalnewsreport.org/

Der Digital News Report 2019 Österreich und der Digital News Report 2019 Global zum Herunterladen: http://www.digitalnewsreport.at/reports/2019-2/

Dienstag, 28. Mai 2019

They fear us, Greta!

- English version -
An open letter to Greta Thunberg on the occasion of the R20 Austrian World Summit and on the question why the political leaders do not act more decisively and what we can do against them doing nothing.

Dear Greta Thunberg,

When you visited Vienna today on the occasion of the R20 climate conference and the display in the Vienna subway flashed an encouraging "Use public transport - Protect the climate" to me, I felt inspired to write you a few thoughts that have been in my head for quite some time.

Like you and many other people - the European elections have just highlighted this - I too believe that saving the climate and therefore rapidly and completely transforming our energy world is the greatest and most urgent task our society are currently facing.

With your appeals and with the "Fridays for Future" movement, launched on your inspiration, you are creating a great deal of awareness and above all you are making politicians and business leaders responsible for finally taking action. I can only support that.

And yet I am missing something in all this - and this something even seems to me to be an essential one.

We, a large part of the public, most of the commentators in the media, the many activists, we accuse the responsible people, above all the politicians, of delaying necessities and of having been inactive for far too long. But the question is, why are they doing this?

Most often the answer is: because they are bought by lobbyists. It is also sometimes said that they are too ignorant to recognise the situation, perhaps even simply too lazy. I don't think that's true. In any case, it does not hit the nail on the head.

Greta, do you know what the prevailing feeling is in the ministries of Austria, Germany, Belgium, Spain, the USA and, quite certainly, your home country, Sweden?
Is it greed? Arrogance? Is there ignorance or even bottomless stupidity?

In recent months you have been able to meet a whole series of politicians and officials. Just today the Austrian Federal President. You may disagree with me, but I don't think you often had the feeling during these encounters that you were dealing with particularly greedy or corrupt, conspicuously arrogant or stupid people, do you?

Whoever in the so-called western world has ever spent some time in a ministry - for work and not for just an interview or a press conference - will quite certainly agree with me when I notice that the prevailing feeling in the corridors of the so-called power centres is - fear!

Leaden, hands-on, all-pervading, paralyzing fear.
It ranges from team assistants to department heads, from legal trainees to ministers. It begins at the very top and is passed on to the smallest member. The fear of the press review in the morning, the fear of the next Shitstorm, the fear of the next poll, of election day. The fear of us.

It may sound unlikely, but the powerful fear us. And that's exactly why they remain inactive.

That is not an excuse, of course! But an appeal to you, Greta. You got a voice. Your messages are heard.

I would therefore ask you to add to your justified criticism, your moving appeals to politicians, a sign that gives those responsible courage. Make them a promise on our behalf: that we will not let the courageous fall!

Tell them that if you, who we elect to your posts, do what must finally be done, we will not deprive you of our favour and our vote, even if we do not like all the consequences of the necessary measures.

If, for example, you finally introduce a C02 tax, we will not vote you out, just because Spanish tomatoes will then become a little more expensive in Austria. We won't take to the streets and demonstrate when the flight to Corfu costs a bit more of the holiday money and we won't start an online petition when more plastic items are banned.

As long as we get the feeling that it is fair, we will stick by you until we have reached the goal of a climate and environmentally friendly society.

Please tell them this Greta. Tell them: be courageous!

Sie fürchten uns, Greta!

Ein offener Brief an Greta Thunberg anlässlich des R20 Austrian World Summit und zu der Frage, warum die politische Verantwortlichen nicht entschlossener handeln und was wir dagegen tun können, dass sie nichts tun.

Werte Greta Thunberg,

als Sie heute anlässlich der R20-Klimakonferenz Wien besuchten und mir die Fahrplananzeigein der Wiener U-Bahn ein aufmunterndes „Öffis nützen - Klima schützen“ zublinkte, fühlte ich mich ermuntert, Ihnen ein paar Gedanken zu schreiben, die mir schon länger nicht aus dem Kopf gehen.

Wie Sie und wie viele andere Menschen – die Europawahlen haben es gerade gezeigt – bin auch ich der Ansicht, dass die Rettung des Klimas und daher der schnelle und vollständige Umbau unserer Energiewelt die größte und dringendste Aufgabe ist, die unsere Gesellschaft derzeit zu leisten hat.

Mit Ihren Apellen und mit der auf Ihre Inspiration hin gestarteten „Fridays for Future“-Bewegung, schaffen Sie viel Bewusstsein und Sie nehmen vor allem Politiker und Wirtschaftsführer in die Pflicht, endlich tatsächlich aktiv zu werden. Das kann ich nur unterstützen.


Und doch fehlt mir bei all dem etwas – und dieses Etwas erscheint mir sogar ein ganz wesentliches zu sein.

Wir, ein großer Teil der Öffentlichkeit, die meisten Kommentatoren der Medien, die vielen Aktivisten, wir werfen den Verantwortungsträgern, allen voran den Politikern vor, viel zu lange untätig gewesen zu sein und Notwendigkeiten viel zu lang hinauszuzögern. Die Frage ist aber, warum tun sie das?

Am häufigsten lautet die Antwort: weil sie von Lobbyisten gekauft sind. Mitunter heißt es auch, sie seien zu ignorant, um die Lage zu erkennen, vielleicht sogar schlichtweg zu bequem. Ich glaube, das stimmt nicht. Jedenfalls trifft es nicht den eigentlichen Kern.

Wissen Sie, Greta, was das vorherrschende Gefühl in den Ministerien in Österreich, in Deutschland, in Belgien, in Spanien, auch in den USA und ziemlich sicher auch in Ihrer Heimat, in Schweden ist?
Ist es Gier? Hochmut? Herrschen dort Ignoranz oder gar bodenlose Dummheit?

Sie konnten in den letzten Monaten eine ganze Reihe von Politikern und Beamten treffen. Heute erst den österreichischen Bundespräsidenten. Sie mögen mir gerne widersprechen, aber ich glaube nicht, dass Sie bei diesen Begegnungen häufig das Gefühl hatten, es mit besonders gierigen, oder korrupten, mit auffällig arroganten oder eben dummen Personen zu tun zu haben, oder?

Wer immer in der sogenannten westlichen Welt jemals einige Zeit in einem Ministerium verbracht hat – zum Arbeiten und nicht für ein Interview oder eine Pressekonferenz – der wird mir ziemlich sicher zustimmen können, wenn ich feststelle: das vorherrschende Gefühl in den Fluren der sogenannten Zentralen der Macht ist – Angst!

Bleierne, mit Händen zu greifende, alles durchdringende, lähmende Angst.
Sie reicht vom Team-Assistenten bis zum Abteilungsleiter, vom Referendar bis zur Ministerin. Sie beginnt ganz oben und wird bis ins kleinste Glied weitergereicht. Die Angst vor dem Pressespiegel am Morgen, die Angst vor dem nächsten Shitstorm, die Angst vor der nächsten Umfrage, vor dem Wahltag. Die Angst vor uns.

Es mag unwahrscheinlich klingen, aber die Mächtigen fürchten uns. Und genau darum verharren sie in Untätigkeit.

Das soll keine Entschuldigung sein! Aber ein Apell an Sie, Greta. Sie haben eine Stimme bekommen. Ihre Botschaften werden gehört.

Daher möchte ich Sie bitten, fügen Sie Ihrer berechtigten Kritik, Ihren bewegenden Aufrufen an die Politik auch ein Zeichen hinzu, das den Verantwortlichen Mut macht. Geben Sie Ihnen in unserem Namen ein Versprechen: wir werden die Mutigen nicht fallen lassen!

Bitte sagen Sie Ihnen, wenn ihr, die wir in eure Ämter wählen, das tut, was endlich getan werden muss, dann werden wir euch unsere Gunst und unsere Wählerstimme nicht wieder entziehen, auch wenn uns nicht alle Folgen der notwendigen Maßnahmen gefallen.

Wenn ihr endlich eine C02-Steuer einführt, werden wir euch nicht abwählen, nur weil spanische Tomaten in Österreich dann etwas teurer werden. Wir werden nicht auf die Straße gehen und demonstrieren, wenn der Flug nach Korfu ein Stück mehr vom Urlaubsgeld kostet und wir werden keine Online-Petition starten, wenn weitere Plastikartikel verboten werden.

Solange wir das Gefühl haben, dass es dabei gerecht zugeht, halten wir zu euch, bis wir das Ziel einer klima- und umweltfreundlichen Gesellschaft erreicht haben.

Sagen Sie ihnen das bitte Greta. Sagen Sie ihnen: seid mutig!


  

Sonntag, 24. März 2019

Out now: Mord im Dreiländereck - die Anthologie zur CRIMINALE 2019

Wieder hat eine Reihe großartiger Krimiautorinnen und -autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit ihren criminellen Beiträgen eine CRIMINALE-Anthologie auf den Weg gebracht- auf die schiefe Bahn? Jedenfalls Richtung Westen, diesmal. Mit der ganzen Bandbreite, die Kurzkrimis zu bieten haben, von daramtisch bis komisch von nachdenklich bis unerträglich spannend - auf jeden Fall aber höchst unterhaltsam. Umsomehr freue ich mich, mit der Kurzgeschichte "Warum nur, bleibt alles so still?" in dieser Phalanx der Krimi-Cracks dabei sein zu können. 

Mord im Dreiländereck
Kurzkrimis aus der Region Aachen

Karl der Große, der Sachsenschlächter, hat Maßstäbe gesetzt – da lassen sich die Krimi-Könner vom Syndikat nicht lumpen! Sie haben die Karlsstadt Aachen als Zentrum ihrer literarisch-kriminellen Aktivitäten auserkoren. Hier veranstalten sie 2019 die CRIMINALE, das größte Festival des deutschsprachigen Krimis. Aus diesem Anlass stöbern sie in einundzwanzig Kurzgeschichten das Verbrechen in all seinen Formen auf, sei es historisch oder aktuell, kulinarisch oder politisch, lokal oder grenzüberschreitend. Das kommt dabei heraus, wenn man Schreibtischtätern den Klenkes reicht!

Mit Beiträgen von
Sabina Naber, Gisa Klönne, Carsten Sebastian Henn, Ralf Kramp, Tatjana Kruse, Kurt Lehmkuhl, Richard Lifka, Jutta Profijt, Ilka Stitz, Peter Godazgar, Thomas Hoeps, Günter Neuwirth, Barbara Saladin, Herbert Knorr, Sabine Trinkaus, Jac. Toes, Regina Schleheck, Daniel Carinsson, Silvia Götschi, Uli Aechtner, Mike Mateescu

Mord im Dreiländereck
(Herausgegeben von Peter Gerdes)
März 2019
sofort lieferbar
ISBN 9783740805371

Donnerstag, 28. Februar 2019

#ZEITENFENSTER - Vernissage

Finally, am 19.2.2019 um 19 Uhr konnten wir die Vernissage der 3D-Bilder meiner #ZEITENFENSTER Serie im Wiener AERA feiern. Reichlich Gäste waren gekommen und natürlich habe ich mich sehr über die vielen positiven Rückmeldungen gefreut. Nicht nur zu den Bildern, die, glaube ich, doch die eine oder den anderen durchaus beeindruckt haben, sondern auch zu den Auszügen aus meinem nocht titellosen Roman, der ja sozusagen Quell der Bilderserie ist. Große Motivation also, mit diesem Projekt weiter zu machen. Nächster Meilenstein: das 3D Demobuch! Stay tuned.








 

Donnerstag, 1. November 2018

ZEITENFENSTER - Bilderauswahl

Das #ZEITENFENSTER-3D-Foto-Projekt geht in's Finale und jetzt seit Ihr nochmal gefordert: helft mir bei der schwierigen Auswahl der Bilder für die Ausstellung!
Auf Instagram und Facebook wurde per Likes bereits eine erste Reihenfolge der Bilder erstellt. Hier könnt Ihr jetzt nochmal in der Übersicht mitmischen.

Es ist ganz einfach: die Bilderstrecke ist von den auf Instagram und Facebook beliebtesten zu den weniger beliebten vorsortiert. Seid Ihr mit der Reihung zufrieden? Scrollt einfach hinunter und wenn Euch ein Bild besser gefällt, als es gereiht ist, klickt auf den grünen Pfeil, damit es nach oben wandert. Bis Sonntag 11. November könnt Ihr noch mitschieben. 

Die 24 erstgereihten Bilder werden für die Ausstellung in 3D produziert. Ich bin gespannt. Danke für Eure Mithlife!


Samstag, 20. Oktober 2018

ZEITENFENSTER - Hintergrund: Kurzinterview mit Annette Böhm (Römerlein-Express)

Halbzeit beim Startnext-Crowndfunding zu meinem 3D Fotoprojekt "ZEITENFENSTER" (Noch bis 4. November kann mitgemacht werden!) und der erste richtig neblige Herbsttag scheint grade recht für ein paar weitere "Behind-the-scenes"-Infos.
 

Etliche der Bilder in der #ZEITENFENSTER-Serie habe ich mit Fotomodels aufgenommen, weil ich die echten Reenactors, die ich aus Carnuntum kenne, nicht mit endlosen Regieanweisungen "quälen" und quer über's pannonische Land jagen wollte. Nicht, dass ich die beiden Top-Models Caro und Kerstin gequält hätte - sie hatten, glaube ich, bei den Aufnahmen in der Höhle und in der Therme sogar viel Spaß - aber sie sind das Posieren nun mal gewöhnt. Spaß hatten sie vor allem auch mit den tollen, römischen Gewändern. Und über die sei heute etwas mehr erzählt.

Die aktiven Spätantike-Fans zum Beispiel des Vereins Gentes Danubii stecken ja enorm viel Zeit und Engagement in die Herstellung ihrer Gewänder. In diesen steckt also viel zu viel persönliche Verbundenheit, als dass ich mir die mal eben für Fotosessions hätte guten Gewissens ausborgen können. Zum Glück bin ich schon vor einiger Zeit auf den "Römerlein-Express" gestoßen. Diese kleine aber sehr feine Unternehmen aus Deutschland verleiht authentische, römische Gewänder! Meistens leihen sich die Kundinnen und Kunden solche für den Besuch eines Römerfestes, eine Kostümfeier oder auch schon mal für eine Motto-Hochzeit aus. Für meine Fotosessions war dieser Service aber auch absolut perfekt.

Mit der Gründerin und Betreiberin des "Römerlein-Expresses", Annette Böhm, habe ich ein kleines Interview zu den Hintergünden ihres besonderen Angebots geführt.

Daniel: Frau Böhm, als ich das erste Mal auf Ihr Angebot gestoßen bin, war ich extrem begeistert aber auch sehr überrascht. Ich weiß ja, wie aufwändig vor allem die Recherche für das Anfertigen von römsichen Gewändern ist. Dass jemand diese verleiht, fand ich ausgesprochen ungewöhnlich und spannend. Wie lange gibt es den Römerlein Express schon und wie sind Sie auf den Gedanken gekommen, römische Gewänder zu fabrizieren und diese sowohl zu verkaufen, als auch zu verleihen?