Sonntag, 13. Mai 2018

Wie schnell drei Jahre vergehen

Um ehrlich zu sein, als ich im Oktober 2014 von Elke Pistor, der damaligen Sprecherin und Geschäftsstellenleiterin des SYNDIKATs, gefragt wurde, ob ich mich für das Sprecheramt in der Autorengruppe der deutschsprachigen Kriminalliteratur zur Verfügung stellen würde, ging mir schon durch den Kopf, puh, drei Jahre Amtszeit, das ist aber lang.

Wie Zeit doch relativ ist. Dass ich im Mai 2015 in Büsum dann zum Sprecher gewählt wurde, erscheint mir jetzt rückblickend fast, als sei es gestern gewesen. Einerseits. Und andererseits eine Ewigkeit her. So viel in der Zwischenzeit beim SYNDIKAT passiert. Tolle Sachen, wie die CRIMINALE in Marburg und natürlich die 2017er in Graz, die ja irgendwie ich nach Österreich holen konnte. Erst zum zweiten Mal in über 30 Jahren. Auch nicht so tolle, wie der Streit um die Nachfolge von Elke als Sprecherin. Aber in der Mehrheit doch Positives. Und vor allem viele engagierte und aufgeschlossene Leute.

Vergangenes Wochenende endete meine Amtszeit und hundertsechzig liebe Kolleginnen und Kollegen bereiteten mir einen Abschied aus der Funktion, die nochmal das unterstrich, was ich an diesem großen, heterogenen „Haufen“ aus Autorinnen und Autoren am meisten schätze: die Begegnung so vieler, verschiedener Typen und Charaktere auf Augenhöhe. Ob Bestsellerautorin oder Newcomer, ob Schreibender mit 30 Jahren Erfahrung oder Nebenerwerbsautor, wie ich es bin. Beim SYNDIKAT hat jedes Stimme Platz und jede zählt gleich. Eine dünkelfreie Zone, wie sie aktuell noch wichtiger werden wird. Ich hoffe sehr, das SYNDIKAT kann sich diese Eigenschaft erhalten. Ich bin da zuversichtlich und werde, soweit ich kann, auch künftig meinen Teil dazu beitragen.

In diesem Sinne, werde ich auch die Pflanzen, für die ich zum Abschied Gutscheine vom SYNDIKAT geschenkt bekommen habe, in meinem Gärtchen aussähen. Vielen Dank an alle Syndies, Amigas und Amigos, wo immer sie jetzt sein mögen.

Montag, 30. April 2018

Die Stadt, das Salz und der Tod

Mörderisches aus Halle an der Saale

Ich freue mich dabei zu sein.
Kaum zu glauben, aber Halle (Saale) ist eine Stadt der Superlative: älteste Bruderschaft (Salzsieder), älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie (Leopoldina), ältester weltlicher Knabenchor, älteste – jawohl – Schokoladenfabrik.
2018 wird Halle, die eigentlich beschauliche 240.000-Einwohner-Stadt im südlichen Sachsen-Anhalt, Schauplatz des Verbrechens – des literarischen, versteht sich. In der Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel, Hans-Dietrich Genscher und, tja, Margot Honecker kommt so mancher zu Tode. Und die Täter, einige der namhaftesten deutschsprachigen Krimiautoren, haben nicht einmal ein schlechtes Gewissen:
Joachim Anlauf, Marc-Oliver Bischoff, Nadine Buranaseda, Daniel Carinsson, Christiane Dieckerhoff, Peter Godazgar, Tim Herden, Thomas Hoeps, Thomas Kastura, Ralf Kramp, Tatjana Kruse, Theresa Prammer, Uwe Schimunek und Sabine Trinkaus.

Die Stadt, das Salz und der Tod

grafit Verlag
Herausgegeben von Peter Godazgar
Taschenbuch
April 2018, sofort lieferbar
ISBN 9783894255817
11,– € [D], 11,30 € [A]

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Rechts rauscht der Blätterwald

Chinas „Wahlhilfe“ für AfD und FPÖ - wie der alltäglich Journalismus den Rechtsruck befeuert. Ein offener Brief an die Redaktionen in Deutschland und Österreich. 

Wien, 18.10.2017, von Daniel Carinsson

Liebe Journalistinnen und Journalisten, verehrte Redakteurinnen und Redakteure, werte Herausgeber

Am vergangenen Sonntag gaben in Österreich rund 60% der Wahlberechtigten ihre Stimme für Parteiprogramme ab, die den rechtsnationalen Geist der FPÖ in sich tragen, wie der Chef-Freiheitliche H.C. Strache nicht zu Unrecht feststellte. Drei Wochen zuvor zog die rechtsextreme AfD als drittstärkste Fraktion in den deutschen Bundestag ein. Nach beiden Ereignissen wurden von verschiedenen Seiten auch Vorwürfe an „die Medien“ erhoben, sie hätten mit zum Erfolg der Rechtsaußen beigetragen.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Kriminetz Interview "Sieben Fragen an Daniel Carinsson" (3. Oktober 2017)

Über den letzten Roman und das nächste Projekt, über den Weg von der Spree an die Donau und darüber, was eine alte Jahrhundertwende-Villa alles erzählen könnte.
Hier das ganze Interview lesen.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Blood on the tracks

Eine Anthologie, wie für mich gemacht. Ich bin begeistert, dabei zu sein!

Mord und Musik (Pop! Goes the Pumpkin)

edition kürbis
108 Seiten
sofort lieferbar
ISBN 9783900965532
16,20 € [D]



Mord und Musik, geht das zusammen? Warum eigentlich nicht? Es gab wohl immer schon mordende Musiker, musikbegeisterte Mörder und Verbrechen, die zum Klang von Popmusik begangen wurden. Und natürlich gibt es auch unzählige Songs, die von bösen Buben oder Mädchen und ihren Untaten berichten. Dass das alte Sprichwort "Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen kennen keine Lieder" nichts weiter als eine Wunschvorstellung ist, beweisen die 10 Autorinnen und Autoren dieser Anthologie, deren Titel auf eines der großen Alben von Bob Dylan verweist.

Mit Kurzgeschichten von Günter Neuwirth (Herausgeber),‎ Austrofred,‎ Lena Avanzani,‎ Klaudia Blasl,‎ Daniel Carinsson,‎ Petra K. Gungl,‎ Reinhard Kleindl,‎ Robert Preis,‎ Jennifer B. Wind,‎ Mathis Zojer.

Freitag, 29. September 2017

Jetzt auf Kickstarter: 12 Fenster - das 3D Kalenderprojekt

Jeden Monat ein Fenster in die Epoche der Römischen Kaiser in Mitteleuropa. In der einzigartigen Römerstadt Carnuntum erwecken Reenactors mit ihrem Wissen und ihrer Liebe zum Detail diese faszinierende Zeit authentisch zum Leben. In stereoskopischen 3D-Fotografien halte ich diese Zeitblicke fest und mit diesem Projekt möchte ich eine Auswahl als großformatige 3D-Drucke in diesem Kalender veröffentlichen. Erst mit Eurer Unterstützung wird es möglich sein, die spannenden Einblicke in Welt der Römer am Limes als hochwertige 3D-Drucke in jedes Wohnzimmer zu bringen.

https://www.kickstarter.com/projects/carinsson/12-windows-into-a-time-long-gone-by-3d-calendar-20

Carnuntum an der Donau

Die Ortschaft Petronell-Carnuntum ist heute eine 1.200 Seelen-Gemeinde in Österreich, kurz vor der slowakischen Grenze. Im 3. Jahrhundert lebten in Carnuntum jedoch über 50.000 Menschen, für damalige Zeiten eine Metropole. In der Militärstadt lagerte die mächtige 15. Legion (legio XV Apollinaris) gleich neben dem Palast des Provinzstadthalters und der Arena. In der Zivilstadt gab es ein weiteres Amphitheater, eine Gladiatorenschule, öffentliche Bäder und großzügige Villenanlagen.

Die ausgefeilte Technik, den Luxus, die Künste und Kämpfer der Römer, all das kennt man aus Schulbüchern, Museen, Dokus und nicht zuletzt aus Hollywoodfilmen. Aber in Carnuntum gibt es das alles „in echt“.

Teile der alten Römerstadt wurden auf dem archäologischen Gelände nicht nur ausgegraben und dokumentiert, sondern mit großem, wissenschaftlichen Aufwand rekonstruiert und wieder aufgebaut. Die Therme, mehrere Wohnanlagen, Küchen, Lager, das alles lässt sich dort nicht nur anschauen, sondern im Wortsinn beleben.

Mehrmals im Jahr kommen Reenactors, also Begeisterte die sich der Recherche und dem „Spiel“ in vergangenen Zeiten verschrieben haben, nach Carnuntum, um dort in wiedererstanden Stadt als Römische Bürgerinnen und Bürger das frühere Leben nachzuleben und zu erleben. 

HIER GEHT'S ZUM KICKSTARTER-PROJEKT "12 FENSTER"

Snapshots aus der Antike




Dort in Carnuntum treffen zwei meiner Leidenschaften aufeinander: mein Interesse an Geschichte, vor allem an der Spätantike, der Epoche, in der die Zeiten sich zu wandeln begannen, und meine Beschäftigung mit 3D Fotografie und 3D Druck.

Wenn sich in einer authentischen römischen Stadt hunderte von Frauen und Männern treffen, die in detailgenaue römische Gewänder gekleidet sind und dort mit fundiert recherchierten Werkzeugen an Haushaltsgeräten oder Waffen arbeiten, die nach antiken Rezepten in römischen Küchen kochen oder sich mit den Mitteln der Zeit frisieren und hübsch machen, dann muss man das fotografieren. Natürlich. Tausende tun das jedes Jahr.

Aber diese Szenerien so festzuhalten, dass man jederzeit meint, sie anfassen zu können, dazu muss man in 3D, also dreidimensional fotografieren. Und das mache ich seit geraumer Zeit. 

Ein Erlebnis, wie wenn sich ein Fenster öffnet, das ist es, was ich mit meinen Drucken ermöglichen möchte. Daher auch der Titel dieses Kalenders.

Leider nicht billig 

Schon allein, weil 3D-Drucke keine Massenprodukte sind, ist ihre Herstellung vergleichsweise kostspielig. Nur zum Vergleich: während ein normaler Fotoabzug, den wir heutzutage online oder in jedem Drogeriemarkt bestellen können, sagen wir im Format 15 x 21 cm für unter 1 Euro zu haben ist, kostet eine entsprechende Ausfertigung im Fachlabor über 5 Euro. Für die großformatigen Drucke in A3, die ich für den Kalender plane, muss zudem jedes Motiv einzeln optimiert werden und es sind eine Reihe Testdrucke notwendig, um den Effekt genau abzustimmen. 

Daher kann ich diesen Kalender auch nur mit Hilfe dieses kickstarter-Projektes realisieren, mit dem lediglich die Druck- und Versandkosten finanziert werden sollen. Die Fotografien und die Bearbeitung sind mein Eigenbeitrag. Ich möchte mit diesem Kalender kein Geld verdienen, ich möchte ihn einfach nur in Händen halten und sehen. Genau wie hoffentlich auch ausreichend Unterstützer. 

HIER GEHT'S ZUM KICKSTARTER-PROJEKT "12 FENSTER"

Sonntag, 10. September 2017

Neues Projekt: "12 Fenster" - der 3D-Kalender

(Carnuntum, 10.September 2017) Ein neues Projekt gestartet. Ein Kickstarter-Projekt, um einen einzigartigen 3D-Kalender zu produzieren. Dieser 3D-Kalender öffnet jeden Monat ein Fenster in die Epoche der römischen Kaiser in Mitteleuropa. 


In der einzigartigen Römerstadt Carnuntum halte ich Zeitblicke in stereoskopischen 3D-Fotografien fest. Eine Auswahl soll schließlich in einem großformatigen 3D- Kalender veröffentlicht werden. Aber erst mit der Unterstützung aus der Internet-Community wird es möglich sein, die spannenden Einblicke in Welt der Römer am Limes als hochwertige 3D-Drucke in jedem Wohnzimmer quasi erneut zum Leben zu erwecken. 

Heute, 10. September, ging dazu die Facebook-Seite live. Am 24. September startet dann das Projekt auf Kickstarter.com: „12 Fenster – in eine lang vergangene Zeit“. 

Alle Updates natürlich auch hier im Blog.