Donnerstag, 1. November 2018

ZEITENFENSTER - Bilderauswahl

Das #ZEITENFENSTER-3D-Foto-Projekt geht in's Finale und jetzt seit Ihr nochmal gefordert: helft mir bei der schwierigen Auswahl der Bilder für die Ausstellung!
Auf Instagram und Facebook wurde per Likes bereits eine erste Reihenfolge der Bilder erstellt. Hier könnt Ihr jetzt nochmal in der Übersicht mitmischen.

Es ist ganz einfach: die Bilderstrecke ist von den auf Instagram und Facebook beliebtesten zu den weniger beliebten vorsortiert. Seid Ihr mit der Reihung zufrieden? Scrollt einfach hinunter und wenn Euch ein Bild besser gefällt, als es gereiht ist, klickt auf den grünen Pfeil, damit es nach oben wandert. Bis Sonntag 11. November könnt Ihr noch mitschieben. 

Die 24 erstgereihten Bilder werden für die Ausstellung in 3D produziert. Ich bin gespannt. Danke für Eure Mithlife!


Samstag, 20. Oktober 2018

ZEITENFENSTER - Hintergrund: Kurzinterview mit Annette Böhm (Römerlein-Express)

Halbzeit beim Startnext-Crowndfunding zu meinem 3D Fotoprojekt "ZEITENFENSTER" (Noch bis 4. November kann mitgemacht werden!) und der erste richtig neblige Herbsttag scheint grade recht für ein paar weitere "Behind-the-scenes"-Infos.
 

Etliche der Bilder in der #ZEITENFENSTER-Serie habe ich mit Fotomodels aufgenommen, weil ich die echten Reenactors, die ich aus Carnuntum kenne, nicht mit endlosen Regieanweisungen "quälen" und quer über's pannonische Land jagen wollte. Nicht, dass ich die beiden Top-Models Caro und Kerstin gequält hätte - sie hatten, glaube ich, bei den Aufnahmen in der Höhle und in der Therme sogar viel Spaß - aber sie sind das Posieren nun mal gewöhnt. Spaß hatten sie vor allem auch mit den tollen, römischen Gewändern. Und über die sei heute etwas mehr erzählt.

Die aktiven Spätantike-Fans zum Beispiel des Vereins Gentes Danubii stecken ja enorm viel Zeit und Engagement in die Herstellung ihrer Gewänder. In diesen steckt also viel zu viel persönliche Verbundenheit, als dass ich mir die mal eben für Fotosessions hätte guten Gewissens ausborgen können. Zum Glück bin ich schon vor einiger Zeit auf den "Römerlein-Express" gestoßen. Diese kleine aber sehr feine Unternehmen aus Deutschland verleiht authentische, römische Gewänder! Meistens leihen sich die Kundinnen und Kunden solche für den Besuch eines Römerfestes, eine Kostümfeier oder auch schon mal für eine Motto-Hochzeit aus. Für meine Fotosessions war dieser Service aber auch absolut perfekt.

Mit der Gründerin und Betreiberin des "Römerlein-Expresses", Annette Böhm, habe ich ein kleines Interview zu den Hintergünden ihres besonderen Angebots geführt.

Daniel: Frau Böhm, als ich das erste Mal auf Ihr Angebot gestoßen bin, war ich extrem begeistert aber auch sehr überrascht. Ich weiß ja, wie aufwändig vor allem die Recherche für das Anfertigen von römsichen Gewändern ist. Dass jemand diese verleiht, fand ich ausgesprochen ungewöhnlich und spannend. Wie lange gibt es den Römerlein Express schon und wie sind Sie auf den Gedanken gekommen, römische Gewänder zu fabrizieren und diese sowohl zu verkaufen, als auch zu verleihen?

Dienstag, 16. Oktober 2018

Österreich spricht - mit Überraschungseffekt

Österreich spricht - mit Überraschungseffekt

Wie man doch medial beeinflusst ist! Rechtsruck, Rechtspopulismus, Hatespeech, Ausländerfeindlichkeit, Nationalismus… Tag für Tag sind das die Themen in „meinen“ Medien. Was Wunder, dass, wenn es dann eine Aktion wie „Österreich spricht“ gibt und man sich bewusst mit Angaben für offene Grenzen und gegen alles Nationalistische positioniert hat, ich fest davon ausgegangen war, nun endlich einmal mit einem überzeugten Neu-Nazi, mindestens mit einem Rechtsaußen debattieren zu können.

Dann kam die Vorstellung vom „Standard“ – eine Dame also, ok. Sie erwähnt im Hallo-Mail ihr Facebook-Profil, ich suche es und das erste, das mir entgegenleuchtet, sind Bilder von meiner Gesprächspartnerin am KPÖ-Wahlwerbestand. Soviel zu meinen Erwartungen.

Es ist wohl doch so, dass „am Land“ die Zahl der Standard-Leser, die ein aktives Interesse an gesellschaftlichen Aktionen wie „Österreich spricht“ hat, so überschaubar ist, dass die beiden unterschiedlich angekreuzten Themen „Mütter vs Karriere“ und „Rauchverbot“, sowie die Tatsache Mann, Frau ausreichen, um die konträrst mögliche Kombination abzugeben, die der Algorithmus finden konnte. Auch eine Erkenntnis.

Eine Enttäuschung? Nicht wirklich. Zwar haben wir bei unserem Treffen hauptsächlich gemeinsame Ansichten gefunden, selbst beim von mir schon zuvor in die Hinterhand genommenen Thema „unbedingtes Grundeinkommen“, von dem ich annehmen konnte, dass meine Gesprächspartnerin auf Parteiline dafür sein müsste und ich aus tiefster Überzeugung dagegen war, entsprang kein wirklicher Disput.

Gespärchspartner: Mehr gemeinsame denn konträre Meinungen.
Zwar hatte sie dazu für mich ein paar interessante Beispiele aus skandinavischen Pilotprojekten parat. Etwa, dass dort Handwerker von aussterbenden, aber wertvollen Berufen ohne die permanente Existenzangst diese nun weiter ausüben und sogar ausbilden könnten. Allerdings hatte auch sie keine fertigen Antworten auf die Frage der Finanzierbarkeit und wir waren uns dann rasch wieder einig, dass es immer ein gute Drittel der Bevölkerung geben würde, die ein solches Modell zu Lasten der Allgemeinheit leidlich ausnutzen würden.

Vor allem aber hatten wir auch hier letztlich die übereinstimmende Ansicht zum Grundproblem, nämlich, dass es aufgrund der Digitalisierung und – ja, auch aufgrund der natürlichen und notwendigen Migration - zunehmen nicht genug ordentlich bezahlte Arbeit für alle geben wird, dass aus einem fleißigen LKW-Fahrer oder Lagerfacharbeiterin keine Programmierer werden und dass daher neue Ideen und Modelle gefordert sind, um Wohlstand und Beschäftigung neu und gerecht zu verteilen. Finale Antworten auf diese drängenden Fragen hatten wir jedoch auch gemeinsam – noch – nicht.

Da das Gespräch aber sehr inspirierend war, wer weiß, vielleicht fällt uns ja doch noch etwas dazu ein. Denn wir werden zumindest über die Sozialen Medien in Kontakt bleiben und freuen und beide auf „Österreich spricht“ 2019. Vielleicht sind ja dann noch ein paar mehr Medien dabei, damit wir dann tatsächlich die „Echokammer“ verlassen und einmal so richtig streiten, nein, diskutieren können.

Danke jedenfalls dem Standard für diese Vorreiterfunktion.

Sonntag, 14. Oktober 2018

ZEITENFENSTER - die ersten tausend

DANKE! Die ersten tausend sind geschafft!

Am Wochenende haben wir - nein, vielmehr IHR - es geschafft: die ersten tausend sind geknackt! DANKE Euch allen, die schon mitgemacht haben. 

Und es gibt noch mehr gute Nachrichten: wenn wir über die 1.500 kommen, gibt es gute Chancen, dass ein engagierter Vertriebspartner einsteigt und uns mit einer Bestellung vielleicht sogar schon über die magische Grenze bringt! 

Also Daumen drücken und bitte weiter fleißig teilen und mitmachen:
www.startnext.com/zeitenfenster/

Freitag, 5. Oktober 2018

ZEITENFENSTER - das 3D Fotoprojekt - Update

Seit 1. Oktober läuft das Startnext-Crowndfunding zu meinem 3D Fotoprojekt "ZEITENFENSTER". Einen kleinen Vorgeschmack gibt es schon seit einiger Zeit auf meiner Instagram-Seite.

Heute ein wenig Hintergrundinfo zu der Welt, oder vielmehr der Zeit, die in meinen „Zeitenfenstern“ einen gewissen Widerhall finden soll. Ein Blitzinterview mit Anita Arbesser, einer der besonders aktiven und umtriebigen „Reenactress“ über ihr Hobby „Living History“ und die Spätantike.


Daniel: Anita, wir kennen uns seit ein paar Jahren von den Römer- und Spätantikenfesten in Carnuntum, wo Du im Wortsinn mit Kind und Kegel und mit dem Verein „Gentes Danubii“, dessen langjährige Obfrau Du warst, stets dabei bist.
Seit wann befasst Du Dich mit der Spätantike und wie kamst Du zum „Reenactment“ und den Gentes Danubii?

Donnerstag, 20. September 2018

ZEITENFENSTER - das 3D Fotoprojekt

Seit 1. Oktober läuft das Startnext-Crowndfunding zu meinem 3D Fotoprojekt "ZEITENFENSTER". Einen kleinen Vorgeschmack gibt es schon seit einiger Zeit auf meiner Instagram-Seite

Alle Informationen dazu jetzt hier auf der Startnext-Projektseite.Jetzt bitte klicken, teilen, unterstützen, dabeisein!

Nochmal nachgedacht - Quermeinung zum Fall Maaßen

Als ich am späten Dienstagnachmittag erstmal die Eilmeldung über die „Beförderung“ Maaßens gelesen hatte, ging mir natürlich als erstes auch „oh, Mann ey!“ durch den Kopf. Aber dann habe ich nochmal nachgedacht. 

Allgemein scheint Nochmalnachdenken jedoch derzeit nicht sehr en vogue zu sein. Und so tobt die Entrüstungsmaschine allenthalben auf vollen Touren. Von Spiegel über Zeit und Süddeutsche, vom Boulevard gar nicht zu reden. Mit Schaum vor dem Mund wird kommentiert, zitiert, analysiert was das Zeug hält. Und selten hat sich dabei juristischer Unverstand und politische Kurzsichtigkeit derart zu einer Buchstabensuppe populistischen Journalismus‘ verdickt, wie nunmehr. Der Werbewert den die Damen und Herren in den Redaktionen im ganzen Land dabei der AfD in den Rachen werfen, dürfte gefühlt in die Millionen gehen. 

Nachfolgend – wenngleich vermutlich kaum hörbar in dem Getöse – seien ein paar Gedanken der Vernunft versucht:

Was war denn bitte in der Causa Maaßen erwartet worden? 

„Entlassen, entlassen!“, ja klar! Es mag für viele überraschend sein, aber in einem Rechtsstaat gelten selbst für Behördenchefs Arbeitnehmerrechte! Maaßen ist noch dazu Beamter. Das macht es erst recht schwierig. Der Versuch den politisch untragbar Gewordenen einfach zu entlassen wäre also entweder auf einen jahrelangen Rechtsstreit mit jeder Menge Heldenmunition für AfD & Co hinausgelaufen, oder auf einen Golden Handshake, sprich, der Mann hätte noch zwei oder drei Behördenchefs-Jahresgehälter bekommen, ganz ohne zu arbeiten. Letzteres gilt gleichsam für eine frühzeitige Pensionierung. Das Finanzielle ist in dieser Angelegenheit aber ohnehin nachrangig.

Ein Ex-Nachrichtendienschef als „lose bullet“ 

Viel wichtiger aber, was wäre dann passiert? Eine „lose bullet“ nennen die Angelsachsen das, was in der Folge zu erwarten gewesen wäre. Ein irrlichternder Ex-Verfassungsschutzpräsident als Stargast auf zig AfD-Kongressen. Super Idee! Als nächstes mit Garantie ein Buch. Man hätte sich - hokus pokus – einen neuen Sarrazin erschaffen. Will das wer? Also ich nicht. 

Als Staatssekretär ist Maaßen an der kurzen Leine dem Dienstrecht unterworfen und gut entsorgt. Als Märtyrer für das rechte Lager taugt er mit dem nun allenthalben bekannten Gehalt auch nicht mehr recht. Bestens. 

Anstelle des allseitigen, billigen Geheuls wäre es also eigentlich angebracht gewesen, Frau Nahles und Frau Merkel zu dieser geschickten Lösung zu gratulieren. Der Autor dieser Zeilen ist allenthalben erst einmal froh, dass es, wenn schon nicht in den Redaktionen und Schreibstuben, dann wenigstens im Parlament und im Kanzleramt noch zwei Frauen gibt, die nochmal nachdenken, bevor sie brüllen.