Dienstag, 16. April 2013

Stippvisite Georgien - Tag 2

Tag 2 wird – ich bin ja nicht zum Vergnügen hier – ein Arbeitstag. Aber da ich erst um halb 10 erwartet werde mein Hotel – übrigens hier im Bild – nur wenige Minuten zu Fuß vom Büro unserer georgischen Partner entfernt ist…
… hab ich Gelegenheit, ein paar erste Impressionen von Kutaissi zu sammeln.



Apropos Fußweg...

...Bürgersteige auf Georgisch.

Kutaissi ist übrigens nach der Hauptstadt Tiflis die zweitgrößte Stadt Georgiens und hat rund 150.000 Einwohner. Originellerweise ist Kutaissi seit ein paar Jahren Sitz des georgischen Parlaments. Eine Idee des autokratischen  Präsidenten Micheil Saakaschwili… 

…vielleicht, um die lästigen Parlamentarier außer Sichtweite vom Regierungssitz in Tiflis zu haben, offiziell natürlich, um hier in „der Provinz“ für einen ordentlichen Entwicklungsschub zu sorgen. Im Stadtzentrum wurden dann auch ein paar Gebäude sehr repräsentativ hergerichtet. Das meiste bleibt jedoch nur…
…Fassade!

Nicht so die Büroräume, die ich jetzt ansteuere, um hier unsere Workshops zu halten. Das Ganze ist durchaus sehr ansehnlich.

Wunderschön finde ich ja übrigens die Georgische Schrift, die Mchedruli heißt.

Klasse, oder? Und so sieht „Daniel“ in Mchedruli aus: დანიელ
Georgisch  (
ქართული )ist, by the way, eine südkaukasische Sprache, die etwa von 5 Millionen Menschen gesprochen wird. Hier im Land sprechen ansonsten aber auch fast alle Russisch. Was mir nicht viel hilft. Englisch ist am Land nicht weit verbreitet. Damit kommt man eher nur in Tiflis so recht durch.

Apropos durchkommen. Eingangstore haben es den Georgiern auch sehr angetan. Trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – einer gehörigen Portion Patina hat es davon hier unzählige in reichhaltigsten Variationen.

...

Ich musste mehrmals an fb-Freundin Wiebke V Schmitz denken. Du könntest hier für Deine Serie reiche Beute machen, Wiebke!

In meinem Dayjob bin ich ja quasi in der Energiebranche tätig. Lokalaugenschein….

…hier der georgische Stromnetzbetreiber…

…bei der Behebung eines schwerwiegenden Leitungsschadens!

Nach Feierabend kann ich nochmal eine Runde durch die Innenstadt drehen….
…und dabei unter anderem dieses UNESCO Weltkulturerbe entdecken. Die Bagrati-Kathedrale aus dem Jahre 1003 (!!!) thront über der Stadt. Sie wurde leider 1696 vom türkischen Sultan gesprengt und von 2001 bis 2012 in ihrer ursprünglichen Gestalt wieder rekonstruiert. Dummerweise gibt es deswegen jetzt Stress mit der UNESCO.

Stressfrei geht der Tag zu Ende. Ich stürze mich auf ein leckeres Kebap – das hier übrigens keine Grillspezialität, sondern so eine Art riesiges Cevapcici im Schlafrock ist – und dann ab ins Nachtleben.
Morgen geht’s wieder weiter…



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