Freitag, 11. Februar 2011

Zwischenruf: Friedensnobelpreis für das Volk von Ägypten

Den Dienst, den die Ägypter mit ihrer weitestgehend friedlichen Revolution nicht nur sich selbst, sondern auch der ganze Welt erwiesen haben, kann man, glaube ich, noch nicht wirklich ermessen und gar nicht hoch genug einschätzen. Nach mindestens einem Jahrzehnt der ständig zunehmenden Entfremdung zwischen arabischer und der sogenannten westlichen Welt, haben diese mutigen Menschen eine Brücke geschlagen. Mit einem Mal gibt es etwas Verbindendes, ein Band zwischen Stuttgart und Kairo zwischen Tahrir-Platz und Gorleben. Ganz plötzlich stehen Freiheit und Selbstbestimmung im Vordergrund, wo bis eben noch religiöse Vorurteile dominierend waren.

Man kann nur danke sagen und den höchsten Respekt zollen, den Männern und Frauen, den Jugendlichen, die alles riskiert haben, in einer Weise, die wir uns hier in Europa kaum vorstellen können, um für sich und ihre Landsleute eine neue Zukunft zu erstreiten. Und die damit zugleich ein Fenster geöffnet haben. Ein Fenster der Möglichkeiten, eine Chance für die Menschen auf mehr Verständigung anstelle von Angst, auf mehr Miteinander anstatt Hass, auf Respekt statt Verachtung.


Hoffen wir, dass wir ein wenig dieser Gelegenheit nutzen können. Die Menschen in Ägypten hätten es sich verdient.

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